M1-Macbook angetestet

Apples Ankündigung im Jahr 2020 von MacBooks mit dem eigenen, neuen M1-Chip waren sehr vielversprechend. Viele Leistungsberichte und Graphiken ließen erahnen, dass M1-Geräte alle vorherigen MacBooks klar in den Schatten stellen würden.

Von Apple entwickelte Prozessoren

Apple führt damit die Eigenentwicklung von Chips auf MacBooks und Mac minis fort. Für mobile Geräte wie z.B. iPhone und iPad nutzt Apple schon einige Jahre eigene Chip-Designs. Durch die Entwicklung ist Apple weniger abhängig von externen Komponentenherstellern, wie z.B. Intel und kann Hardware und Software besser aufeinander abstimmen, bzw. die Weiterentwicklung gezielter festlegen.

Eine Besonderheit von M1 ist u.a., dass der Arbeitsspeicher integriert ist und somit schneller angesprochen werden kann.
Mit Hilfe der in macOS integrierten Emulationssoftware Rosetta 2 können viele Programme ausgeführt werden, die eigentlich für Intel-x64-Prozessoren erstellt wurden.

Vor kurzem hatte ich die Möglichkeit ein 13″ MacBook Pro mit M1 (16 GB RAM) von meinem Arbeitgeber Lotum für etwa 1-2 Tage zu testen.

Kleine Geschwindigkeitstests

Zunächst habe ich mir angesehen, ob das M1-MacBook das 2019er-Intel-MacBook Pro (16″, 64 GB RAM) in der täglichen Software-Entwicklung mit Flutter bereits komplett ersetzen könnte.
Während einer Clean Build vorher knapp zwei Minuten dauerte benötigte das M1-MacBook jeweils ca. 15 Sekunden länger. Auch andere Entwicklungstasks, die eine gewisse Zeit laufen, benötigen geringfügig länger.
Ich könnte mir vorstellen, dass in der Praxis die Unterschiede größer sind, wenn mehrere Programme gleichzeitig genutzt werden, die viel Arbeitsspeicher beanspruchen wie z.B. Android Studio, Xcode, Photoshop, Browser.
Um dies zu überprüfen war mein Testzeitraum aber zu kurz.

Akkulaufzeit

Was ich aus Zeitgründen auch nicht überprüfen konnte war die verbesserte Akkulaufzeit. die nicht nur daraus resultiert, dass mehrere Komponenten wie der Arbeitsspeicher integriert sind (“System in a package”), sondern u.a. auch durch den verbesserten 5nm-Fertiggungsprozess.
Bei manchen langen Meetings wurde ich bislang überrascht, wenn ich mich nicht um eine Stromquelle bemüht hatte. Nach dem nächsten Hardware-Wechsel sollte dieses Problem somit seltener auftreten.

Zwischenfazit

Insgesamt macht das 13″-M1-MacBook Pro einen guten Eindruck. Auch wenn man bedenkt, dass das Gerät etwa nur die Hälfte kostet von dem ca. 1 Jahr älterem Intel-Macbook. Damit haben die M1-Geräte derzeit sicherlich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter allen verfügbaren MacBooks. Das etwas ältere Intel-MacBook scheint immer noch etwas schneller zu sein. Der 4x-größere Arbeitsspeicher könnte auch dazu beigetragen haben.

iOS-Apps unter macOS

Besonders gefallen hat mir, dass man viele iOS-Apps auf dem Mac installieren kann. So kann man Apps und Spiele verwenden, die man bereits auf iOS-Geräten gekauft bzw. herunter geladen hat. Die meisten aktuell gehaltenen Apps haben bei meinen Tests sehr gut funktioniert oder benötigten kaum Anpassungen durch den Entwickler. Nur bei einigen älteren, nicht mehr gepflegten iOS-Apps gab es Probleme beim Installieren oder Starten.

Als App-Entwickler bekommt man dadurch eine weitere kleine Plattform dazu. Gibt es bei einzelnen Apps doch zu große Inkompatibilitäten so lässt sich die Verfügbarkeit dieser Apps in App Store Connect deaktivieren.

Weitere bzw. detailliertere Informationen gibt es auf Peter Steinbergers Blog.

Start-Probleme von Things 3 unter MacOS Big Sur Beta

Die ToDo-App Things 3 startete nicht mehr nach einem Update auf die Beta-Version von MacOS Big Sur. Einerseit kann man nicht erwarten, dass alle Programme auch unter den neuesten Beta-Versionen von MacOS laufen. Zumal der Hersteller bereits ein Update für diese OS-Version angekündigt hat. Da ich die Synchronisierung von Things gerne auf allen Geräten nutze wollte ich nicht so lange warten.

Das alleinige Entfernen der Thins.app aus dem Applications-Ordner und die anschließende Neuinstallation hat nicht geholfen.

Auf Reddit habe ich gesehen, dass auch andere User von dem Problem betroffen sind, aber offensichtlich nicht alle. Da bei mir die App direkt beim Start crashed halfen auch die dortigen Lösungsvorschläge, wie das Deaktivieren von Kalender und Erinnerungen nicht.

Glücklicherweise bietet der Hersteller Cultured Code genaue Anleitungen an, um die App mitsamt Daten zu deinstallieren. Diese Schritte bin ich durchgegangen und konnte die App nach einem System-Neustart endlich wieder starten. Nach einem Login waren wie gewohnt die Things-Daten über die Cloud wieder hergestellt und ich kann die App auch auf dem alten Macbook mit Beta-MacOS wieder nutzen.

Mir hat gefallen, dass die Deinstallation so genau beschrieben ist, da oft auch so manche Uninstall-Programme nicht vollständig löschen und Daten-Reste übrig lassen.

Nicht funktionierende Start-Stopp-Automatik als Hinweis auf schwache KFZ-Batterie

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass die Start-Stopp-Automatik meines Autos nicht mehr funktionierte, also der Motor z.B. nicht mehr an Ampeln sich abstellte. Nach einem Blick ins Handbuch kam eigentlich nur die Autobatterie als Ursache in Frage.

Auf dem Pluspol konnte man dann gleich eine größere blaue Oxidationsschicht sehen. Auch ein Batterietester hat den schlechten Zustand der Batterie bestätigt.

Wir haben dann die Kontakte gesäubert und anschließend die Batterie geladen. Mit der neu geladenen Batterie funktioniert auch die Start-Stopp-Automatik nun wieder.

Ich hätte nicht gedacht, dass man durch eine nicht funktonierende Start-Stopp-Funktion einen Hinweis bekommt, dass die Batterie alt oder schlecht gepflegt sein könnte.

Hoffentlich bin ich durch diese Maßnahmen jetzt gut auf die kälteren Tage im kommenden Winter vorbereitet, wenn die Batterie etwas mehr beansprucht wird.

Videokonferenzen mit Google Meet

Auch bei Lotum setzen wir aufgrund der Corona-Maßnahmen vermehrt Videokonferenzen ein. Dabei nutzen wir hauptsächlich Google Meet, mit externen Partnern greifen wir auch schon mal auf andere Dienste wie Zoom, Skype oder Slack zurück.

Google Meet wirkt insgesamt am stabilsten und fällt weniger durch diverse Sicherheitsmängel auf, wie z.B. Zoom. Gelegentliche Unterbrechungen oder Hänger scheinen eher dem Internetausbau in Deutschland geschuldet zu sein.

Hilfreich ist die Browser-Erweiterung Google Meet Grid View für Google Chrome. Mit dem Addon hat man mehr Möglichkeiten die Anzeige im Browser anzupassen. So lassen sich bei einer größeren Videokonferenz mehr Teilnehmer gleichzeitig anzeigen. Außerdem kann man z.B. festlegen, wie man sich selbst sehen möchte: Auf dem eigenen Bildschirm anzeigen oder ausblenden oder die Spiegelung ändern.

Nach einigen Video-Calls sind wir um ein paar Erfahrungen reicher:

  • Sind im Computer mehrere Audioquellen eingerichtet, sollte man vor dem Start der Konferenz prüfen, ob die korrekte Quelle aktiviert ist.
  • Man vergisst leider zu schnell, dass man vorübergehend den eigenen Ton ausgestellt hat.
  • Ein geeigneter Kopfhörer bzw. Headset hilft enorm.
  • Für andere Teilnehmer kann es verwirrend sein, wenn man bei mehreren Bildschirmen nicht in die Kamera schaut und daher abgelenkt zu sein scheint.

Online-Retrospektiven mit Miro

Durch die Corona-Maßnahmen und dem damit verbundenen Home-Office sind wir auf ein neues Kommunikations-Tool gestoßen: Mit Miro können wir unsere regelmäßigen Retrospektiven durchführen, auch wenn nicht alle Teilnehmer vor Ort sind.

Miro ist eine Art Online-Whiteboard mit zahlreichen Funktionen und eignet sich auch gut für die “Mad, Sad, Glad“-Methode, die wir oft einsetzen.

Neben Retrospektiven haben wir auch andere Darstellungsformen bzw. Anwendungsgebiete getestet, wie z.B. Mind Map, Brainstorming, Trello- oder Tabellenersatz. Für mich persönlich ist Miro nicht für alle Darstellungen oder Präsentationen die erste Wahl. Gut, dass man sich nicht auf ein Tool festlegen muss.

Ein Feature, das anfangs amüsant ist, später oftmals ablenken kann ist, dass man die Cursorbewegungen der anderen Teilnehmer sehen und verfolgen kann. Diese Funktion kann man jedoch bei Bedarf auch leicht deaktivieren.

Miro bietet zudem eine integrierte Video-Funktion an. Die Video-Übertragung war aber beim letzten Benutzen nicht sehr stabil und hat mich daher (noch) nicht überzeugt.

Eine Alternative zu Miro mit ähnlichen Funktionen scheint Mural zu sein. Mit diesem Tool habe ich jedoch noch keine Erfahrung.

Wir werden erstmal Miro weiter nutzen, mindestens so lange noch ein Teil des Teams von zu Hause aus arbeitet.