Archiv der Kategorie ‘Religion & Philosophie‘

Buch: Ich muss verrückt sein, so zu leben

Dienstag, den 3. Juni 2008

Am Anfang der letzten Woche habe ich das Buch “Ich muss verrückt sein, so zu leben” (Untertitel: “Kompromisslose Experimente in Sachen Nächstenliebe”) durchgelesen. Dazu habe ich ein paar Notizen angefertigt. Mittlerweile habe ich ein weiteres Buch angefangen, bin mit den Gedanken also eigentlich schon bei einem anderen Thema.

Der Author Shane Claiborne ist von der Kirche und von Amerika enttäuscht (kennt man irgendwoher ;-) ) Er möchte nicht nur reden, sondern das Christsein praktisch leben und die Welt verändern. Deshalb führt er zusammen mit anderen einige Aktionen, Experimente usw. aus. Shane liegen die armen/ärmsten Menschen besonders am Herzen, außerdem setzt er sich aktiv für den Frieden ein.

In dem Buch habe ich hilfreiche Erfahrungen und interessante Ansichten gefunden. Stellenweise kam mir das Lesen aber lang vor. Manchmal wirkte es auf mich, als ob der Author seine teils fragwürdigen Taten rechtfertigen wollte. Dafür sieht er an anderen Stellen seine Vergangenheit selbst kritisch und versucht daraus zu lernen (vorbildich!).

Jeder, der sich fragt, ob das derzeit gelebte Christsein wirklich alles ist, kann gerne mal in das Buch hinein schauen.

1 Kommentar

Wunsch nach Frieden

Mittwoch, den 2. April 2008

In den Nachrichten kann man immer noch und immer wieder von vielen Konflikten lesen (manchmal reicht dafür schon der Sportteil ;-) ). Über andere “Krisen” wird kaum (noch) berichtet.

Trotzdem habe ich in letzter Zeit durch einige Medien den Eindruck gewonnen, dass der Wunsch nach Frieden in der Bevölkerung größer wird.

Mal sehen, wie sich das entwickelt…

1 Kommentar

Christival-Propaganda

Freitag, den 7. März 2008

Homosexuelle werden mittlerweile in den Medien, insbesondere in neueren Filmen, so toll dargestellt, dass man sich fast schämt, wenn man nicht homosexuell ist. Aber ich muss aufpassen, was ich sage, denn Homosexuelle sind sehr empfindlich. Das führen sie i.d.R. auf die Vergangenheit zurück, in der sie ähnlich wie andere Gruppen viel leiden mussten.

Ich habe die Debatte um ein Seminar vom Christival (30. April – 4. Mai in Bremen) zunächst mehr nebenbei verfolgt. Das Seminar mit dem Titel “Homosexualität verstehen – Chance zur Veränderung” richtete sich an Leute, die Probleme mit ihren eigenen homosexuellen Empfindungen haben und dies ändern möchten.

Interessant wurde das Thema für mich, als die Bundesregierung auf eine Anfrage geantwortet hat. Der Grünen-Politiker Volker Beck hat das Seminar zum Anlass genommen und den Inhalt verdreht. Das hatte wohl vor allem politische Gründe. Die Bundesregierung hat sich klar gegen eine Therapierbarkeit von Homosexualität und für das Christival ausgesprochen. Nach den Antworten zu urteilen hat sich die Bundesregierung aber entweder nicht sonderlich für das Thema interessiert oder sich kaum damit befasst (hab grad keinen Link da, wer sich dafür interessiert kann im Internet nach dem Dokument suchen oder es lokal von meiner Festplatte lesen ;-) )

Die Leitung des Christivals bzw. des Seminars hat relativ schnell das Seminar zurück gezogen, aus verständlichen Gründen. Leider hat dies nicht dazu geführt, dass die Diskussionen weitgehend aufhörten. So gibt es einige Meinungen und Nachrichten (kleine Auswahl):

Andere haben sich schon von der Diskussion zurück gezogen.

Schon richtig amüsant fande ich einen Kommentar, in dem behauptet wird, dass das Christival nur von Sekten organisiert würde, weil die Träger nicht Teil der Evangelischen Landeskirche seien (so ähnlich). Zu den Trägern des Christivals gehören unter anderem: aej, CVJM, EC, smd, Jugendverband der FeG. Ob das bewusst behauptet wurde, oder ob einfach nicht nachgeforscht wurde, weiß ich nicht. Ich habe aber gesehen, dass einige, Volker Beck eingeschlossen, eine sachliche Diskussion und andere Ansichten gar nicht erst zulassen wollen. Dabei werden die homosexuellen Leute diskriminiert, die selber so nicht mehr leben wollen. Eine eigene, persönliche Entscheidung wird so nicht erlaubt. Das erinnert ein bisschen an den Islam, da wird an vielen Orten eine “Abkehr” noch schwerer gemacht.

Ende Februar erschien ein Artikel, in dem beschrieben wird, dass sich schon viele Teilnehmer angemeldet haben. Vielleicht haben sich auch einige gedacht: “Jetzt erst recht“? Dann war die Diskussion um ein einzelnes Seminar von über 200 Seminarangeboten eine “gute Propaganda” für das Christival.

Für mich gibt es in diesem Jahr eine berufliche Veränderung. Ich werde mich aber auch noch anmelden, wenn klar ist, dass das Christival für mich zeitlich möglich ist. Ansonsten werde ich verzichten und ich wünsche den Mitarbeitern und Teilnehmern Gottes Segen.

1 Kommentar

Die Person Evolution

Samstag, den 24. November 2007

Das … hat die Evolution so (wunderbar eingerichtet).
Die Evolution hat Wege gefunden …
Da hat die Evolution sich gedacht …

So in etwa fangen so manche Sätze an, wenn über die Evolution gesprochen wird, z.B. in Dokumentationen. Evolution ist ja vom Prinzip her atheistisch. Das bedeutet, es gibt kein höheres Wesen, dass die Evolution bewirkt oder beeinflusst hat. (OK, manche Leute, die “sich nicht entscheiden” können sind dann noch für die Variante, dass irgendein Gott die Schöpfung angefangen, “angeworfen” hat. Danach hat dieses Wesen wieder raus gehalten und die Evolution verläuft “normal” weiter.)

Wenn man über den Anfang oder die Entstehung dieser Welt spricht, ist es aber scheinbar doch nicht so einfach, dies ohne eine Person zu erklären. Die Evolution oder die Natur wird zu einer “Person”. Vieles, was im Biologie-Unterricht gesagt wird, kann jeder Christ unterschreiben, wenn man “Natur” oder “Evolution” austauscht und “Gott” dafür einsetzt.

Beiden Weltanschauungen ist gemeinsam, dass man viele Vorgänge immer noch nicht beschreiben kann und vieles faszinierend “gemacht” ist.

0 Kommentare

Pilger-TV

Sonntag, den 28. Oktober 2007

Pilgern ist wieder in! Wirklich?

Ich habe eben mal in die Serie Promi-Pilgern oder so ähnlich hinein geschaut. Das gibt ja schon ein paar Wochen denke ich. Aber die paar Augenblicke haben mich nicht vom Hocker gerissen. Es scheint auch eher so, dass die B-/C-Promis das vor allem wegen dem Geld machen und damit man sie (wieder) im Fernsehen sieht. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob die “Mitgänger” den Sinn einer Pilgerreise verstanden haben. Für eine nähere Beurteilung habe ich aber zu schnell den Kanal gewechselt.

Dabei ist es ja durchaus ganz gut, wenn man sich Zeit nimmt und über den Sinn des Lebens, das eigene Leben, wichtige Ereignisse usw. nachdenkt. Viele andere Menschen versuchen da eher ihr Gewissen zu beruhigen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese Sendung mal wieder ein Beispiel dafür ist, dass einige Promis zu vielem bereit sind. Bei einer “Pilgerreise durch die Bibel” wurde aber meiner Meinung nach mehr bei heraus kommen.

0 Kommentare

Koran – Verse

Freitag, den 28. September 2007

2006 habe ich irgendwann angefangen, den Koran durchzulesen, teilweise auch mehr durchzublättern. In dieser Woche bin ich fertig geworden, nachdem ich zwischendurch eine größere Pause gemacht habe.

Wenn man den Koran “kennt” kann man manches, was den Islam betrifft besser beurteilen, oder verstehen. Allerdings gibt es ja noch viele Schriften und Meinungen, die nicht in Mohammed’s Koran stehen.

Ich habe einige Verse gesammelt, die ich interessant oder wichtig fande. Diese kann man sich als pdf-Datei durchlesen (18 Seiten), oder herunter laden.

Zudem habe ich mir ein paar Noitzen gemacht, die ich vielleicht noch in Form eines Blog-Eintrags verarbeiten werde. Erste Gedanken habe ich ja bereits im März 2007 geschrieben.

Wir man dies als Christ erwarten kann gibt der Koran mir nicht die Kraft und Hoffnung, wie es die Bibel tut.

0 Kommentare

Nette Hölle

Samstag, den 1. September 2007

“Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen überall hin.”

Der Spruch ist ja ziemlich bekannt und wird gerne mal als Ausrede für das eigene Verhalten benutzt. Im obigen Satz wird die Hölle nicht erwähnt. Nebenbei ist es natürlich auch falsch, dass gute Menschen in den Himmel kommt. Dann hättten wir Jesus nicht gebraucht.

Manche Leute haben eine andere Richtung eingeschlagen. Erst kürzlich habe ich (“aus Versehen”) einen Film gesehen, in dem der Teufel als Opfer dargestellt wird. Ein Wesen aus der Hölle ist dabei das “gute” Wesen, also der Held. So wird ein Ort, an dem Gott komplett fehlt, sympathisch gemacht.

OK, wenn die Werke jetzt sowieso langweilig sind wie z.B. Hellboy muss man da nicht weiter diskutieren. Wenn nun aber der Film auch unterhaltsam ist kann das schon eher dazu führen, dass Menschen eine falsche Vorstellung von der Hölle bekommen, oder diese “vertiefen”.

Ich denke, wir müssen als Christen die Liebe Gottes und das Opfer von Jesus in den Mittelpunkt stellen. Allerdings sollte man die Hölle auch richtig beschreiben.

2 Kommentare

Geburtsjahr

Donnerstag, den 29. März 2007

An welchem Tag Jesus geboren ist lässt sich ja heute nicht mehr genau sagen. Aber viele Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass Jesus etwa 6-7 vor Chr. geboren ist.

Das finde ich witzig, an seinem offiziellen Geburtstag war Jesus demnach schon mindesten 6 Jahre alt. :-D

Wenn also ein Mönch im Mittelalter keinen Fehler bei der Rechnung gemacht hätte (bzw. genauer gelesen hätte), so wäre jetzt bereits das Jahr 2013 oder 2014. Wie schnell die Zeit vergeht…


Nach anderen Untersuchungen wird die Geburt in das Jahr 2 v. Chr gesetzt.

0 Kommentare

Woher kam der Urknall ?

Montag, den 26. März 2007

Ich habe gerade ein Buch gelesen (bis auf die letzten Kapitel), in dem der Author versucht zu beweisen, dass die Evolutionstheorie naturwissenschaftlich gesehen nicht haltbar ist.
Das dies kaum möglich ist zu beweisen liegt vor allem daran, dass die Evolution insgesamt keine Naturwissenschaft, sondern mehr eine Philosphie (Weltanschauung) ist. Zunächst einmal geht man im Evolutionsmodell davon aus, dass kein Gott (übermenschliches Wesen) existiert und alles durch Materie erklärbar ist (“rationale Denkweise”, aber dafür schlechter Begriff). Das bedeutet, dass man die Forschung so auswählt und die Forschungsergebnisse so interpretiert, dass sie in dieses Denkmodell hineinpassen. So kommt es, dass man heute in der Gesellschaft, in der Schule allgemein von der Evolution (immer noch) überzeugt ist.
Nur ein paar (Evolutions-)Wissenschaftler selber merken an, dass die Literatur usw. gleichgeschaltet ist.

Nach der Evolution ist alles durch einen Urknall entstanden, also aus Materie und Energie. Jedoch kann keiner erklären, woher denn diese Anfangs-Materie und -Energie nun hergekommen ist. Die Lebewesen sollen sich nach einen Urknall (oder aus einer Ursuppe) entwickelt haben. Aber woher kommt nun der Urknall ?

Desweiteren braucht es für eine Höherentwicklung eine Menge von zusätzlicher Informationen. Niemand kann sagen, woher die Information in die Lebewesen kommt. Allein schon die Frage: “Was ist Leben?” kann man nicht chemisch oder physikalisch beantworten. Der Author geht davon aus, dass jede Information einen Sender hat. Dieser Sender ist dann bei der Entstehung von Leben Gott. Das sind nur ein paar von vielen Kritikpunkten an der Evolutionstheorie. Eigentlich sollte jedem klar sein, dass man an die Evolution auch “glauben” muss, ähnlich wie bei einer Religion.

Die Sichtweise, wie die Welt entstanden ist, hat Auswirkungen auf unser Leben. Entweder war alles Zufall, dann tragen wir auch keinerlei Verantwortung, oder Gott hat die Welt geschaffen. Im zweiten Fall ist es sehr hilfreich, mehr über diesen Gott zu erfahren. Dies kann man am besten, indem man in der Bibel liest.

0 Kommentare

Koran – ein Zwischenbericht

Donnerstag, den 22. März 2007

Ab und zu beschäftige ich mich mit Themen, die mich interessieren, mehrere Tage oder Wochen. Z.B. die Stellung, Rechte und Plfichten und das Ansehen von Frauen in der Bibel und bei Christen.

Im letzten Jahr, Herbst oder Winter, hat mich der Islam und der Koran beschäftigt. Kurz davor gab es die Skandale “Karikaturen-Streit” usw.
Während man von Christen erwartet so tolerant wie möglich zu sein, hat man in Europa bei den Muslimen scheinbar ganz andere Maßstäbe. “Die können ja nicht anders, als sich in die Luft zu sprengen und hilflose, unschuldige Leute zu töten” (etwas überspitzt). Viele Islamisten fordern mehr (z.b. Israel), als ihnen zusteht, obwohl sie schon mehr erhalten haben (z.B. Palästina).

Andererseits – und das führt mich zum Thema – gelten Muslime als gastfreundlich, und ganz anders als man dies von den Extremisten in den Nachrichten kennt. Das sagen zumindest die Leute, die mit Muslimen näher zu tun haben.

Deshalb wollte ich mehr wissen und die Quelle lesen, um das Zeigeschehen und die Ereignisse in der Welt etwas besser verstehen zu können. Seit letzten Jahr habe ich (glaube bis Januar) etwa ein Viertel des Korans gelesen – in deutsch natürlich. Ich habe mir dazu die für mich wichtigen oder interessanten Verse (“Suren”) kopiert. Vielleicht gehe ich auf den ein oder anderen Aspekt später nochmal näher ein, vielleicht lese ich auch bei Gelegenheit weiter.

Bis jetzt kann ich aber schon ein paar Dinge zusammenfassen:

Der Koran ist das heilige Buch der Moslems, also etwa so, wie für Christen die Bibel. Die Bibel ist von mehreren Menschen geschrieben, die Gott durch den Heiligen Geist dazu befähigt hat. Der Koran dagegen nur von einem Menschen, nämlich von Mohammed. Dieser behauptet von sich, dass er der höchste Prophet ist und den Koran direkt von Gott erhalten hat. Etwa so wie Mose die 10 Gebote. Mohammed war anfangs noch nicht zu schlüssig, was denn nun die richtige Lehre sein sollte und so hat er zunächst immer ein bisschen an seiner Botschaft “gefeilt”. Später war das Buch dann einheitlicher.

Viele Leute meinen, das Christen und Moslems an den selben Gott glauben. Mohammed hat sich auch sehr von Juden und Christen beeinflussen lassen, viele biblische Geschichten kann man im Koran nachlesen, teils in abgeänderter Form. Als gemeinsamer Vorfahre der Juden, Christen und Muslime gilt Abraham.
Neben den Geschichten steht im Koran einiges über die damalige Politik und Gesellschaft und Ordnungen, z.B. Abgaben, Steuern.

Nach den über 30 Suren (Kapitel) muss ich sagen, dass (extreme) Islamisten in vielerlei Hinsicht nicht nach dem Koran handeln. Auch der Gott Allah unterscheidet sich sehr von dem Gott aus der Bibel. Dazu schreibe ich aber irgendwann mehr.

Israel und die Juden werden verachtet, verurteilt (und heutzutage gehasst). Die Moslems waren wohl auch irgendwann mal neidisch, das dieses Volk einen Text von ihrem Gott besaß. Die Juden werden häufig das “Volk der Schrift” genannt.

Allgemein gelten alle, die nicht den Koran akzeptieren, also auch Christen, als Üngläubige. Obwohl anderseits versucht wird deutlich zu machen, dass Allah derselbe Gott ist, wie in der Bibel (siehe oben).

Man sollte eigentlich mit den meisten Muslimen gut auskommen können und sich gut unterhalten können. Dennoch muss man als Christ nicht dieselben Ansichten haben. Der wahrscheinlich wichtigste Unterschied ist Jesus. Jesus gilt im Koran als Prophet, einer von vielen, weniger bedeutsam als Mohammed. Aber Jesus ist dort nicht der Sohn von Gott. Allgemein ist es für den Schreiber des Korans unverständlich, Gott als dreieinig zu verstehe (Vater – Sohn – Heiliger Geist). Dagegen wird sich mehrmals gewehrt. Das ist auch nicht so einfach zu verstehen. Aber Gott können wir als Menschen nicht komplett begreifen, das brauchen wir auch nicht.

Ein weiterer wichtiger Unterschied ist wie Allah auftritt, und wie sich “Jahwe” verhält, also Gott der “Vater”. Darüber will ich die nächsten Tage mal schreiben, hoffentlich finde ich die Gelegenheit dazu.

1 Kommentar