Gemeinde auch für andere

Samstag, den 5. Juli 2008

Im April oder Mai habe ich mit dem Buch “Biete Seele - suche Gott: Was ein Atheist in christlichen Gemeinden erlebte” angefangen, zwischendurch einige Tage Pause gemacht, weil ich nicht mehr mit dem Zug zur Arbeit gefahren bin, dann das Buch abschnittsweise als Morgenlektüre gelesen.

Man merkt schnell, dass das Buch von einem Amerikaner für Amerikaner geschrieben wurde, auch wenn die Vorfahren des Autors wohl aus Asien kamen. Vieles ist hier bei uns in Deutschland anders. Der Autor Hermant Mehta beschreibt in einem Drittel (!) des Buches “wie toll er doch ist, weil er Atheist ist” (hab mich mal selbst zitiert ;-) ). Dies ist in Europa ganz und gar nicht eine Besonderheit.

Durch eine merkwürdige ebay-Auktion hat sich der Autor verpflichtet verschiedene christliche Gemeinden zu besuchen. Seine Erfahrungen hat er auf seinem Blog und dann in diesem Buch veröffentlicht.

Nach den Gedanken, die er geäußert hat, muss er auch in säkularen Veranstaltungen zu teils eigenartigen Eindrücken kommen.

In anderen Punkten stimme ich mit ihm voll überein: Ich finde es z.B. auch komisch, wenn ein Psalm, ein fröhliches Loblied, abwechselnd von vorne (Prediger, Moderator) und von der Gemeinde gelesen wird - und das auf eine Weise, die alles andere als fröhlich oder dankbar wirkt.

Auch durch andere Gedanken wird man angeregt, über den Aufbau des Gottesdienstes nachzudenken. Wieso machen wir das auf diese Weise? Wie wirkt der Gottesdienst und die Gemeinde auf Außenstehende? usw. Wenn man die Veranstaltungen in einer Gemeinde intensiv analysiert, findet man bestimmt in jeder Gemeinde Aspekte, die gut sind und anderes, was man nochmal überdenken sollte.

Eine Gemeinde sollte sich nicht komplett um sich selbst drehen, sondern auch einladend für andere sein. Das schaffen manche Gemeinden besser als andere. Dem Author gefielen die sehr großen Gemeinden eher, als kleinere.


0 Kommentare

Von Gott abhängig

Sonntag, den 9. März 2008

Gestern habe ich einen interessanten Artikel von Gofi gelesen. Hören kann man Gofi ab und zu im Christus-Treff in Marburg. Der Text ist nicht zu lang und damit den Artikel auch nach einem Blog-Umzug noch lesen kann, erlaube ich mir mal, ihn komplett zu zitieren:

Ich ertappe mich in letzter Zeit hin und wieder dabei, dass ich Gott dafür aufrichtig dankbar bin, dass es uns nach menschlichem Ermessen nicht gut geht. Das klingt hirnverbrannt. Ich meine das auch weder heroisch noch masochistisch, noch glaube ich, dass ein gläubiger Mensch durch Leid auf eine höhere Stufe gelangt oder so etwas.

Aber Julians (und vielleicht auch Samuels) Behinderung machen uns so verletzlich und so von Gott abhängig. Nichts ist normal. Das Leben ist ein einziger Ausnahmezustand (wenn man jetzt mal Leid als Ausnahmeerfahrung betrachtet, eigentlich ist es für fast alle Menschen der Normalzustand). Und das ist gut. Denn wir sind dicht bei Jesus, können gar nicht anders, und erleben kleine und große Wunder am laufenden Band. Es macht plötzlich Spaß, die Bergpredigt zu lesen, weil sie von uns handelt.

Menschen, denen es schlecht geht, sind wirklich zu beneiden.


0 Kommentare

Geistliche Onanie

Montag, den 27. August 2007
Wir fragen, was uns der Gottesdienst heute gebracht hat und bewerten die Predigt oder Anbetung an den Maßstäben der eigenen Befriedigung. Ist es bibeltreu? Fühlt es sich gut an? Wurde ich dabei angesprochen?

Was wollen wir als Christen erreichen?

Das sind zwei Ausschnitte von Toby Faix’ Blogeintrag “Neigen wir zur Geistlichen Onanie?”. Toby hat da seine Gedanken über heutige Christen aufgeschrieben.


0 Kommentare

Silvester 2006/07

Montag, den 1. Januar 2007

Schon kurz nach Weihnachten habe ich mir eine Erkältung zugezogen. Das hat mich etwas vom Lernen abgehalten und ich habe die letzten beiden Nächte mitsamt Pullover und Jogginghose geschlafen - was ich eigentlich nie mache.

An Silvester fühlte ich mich dann wieder wenigstens so gut, dass ich mir zutraute nach Flensungen zum KJC - Silvesterfreizeit des ECJA - zu fahren. Als EC-Vertreter des ECJA wollte ich mir wenigstens die Zusammenfassung des bedeutenden Jahresereignisses von ECJA nicht entgehen lassen. An einem Abend bekommt man (nur) einen kleinen Einblick. Aber den Teilnehmern und Mitarbeitern hat es jetzt schon wie die Jahre zuvor sehr gut gefallen.
Bei der Party am Abend habe ich von der Musik erst Kopfschmerzen bekommen und später hatte ich Muskelkater nur vom Stehen. Außerdem habe ich bald gemerkt, an diesem Tag noch nichts Richtiges gegessen zu haben. Ich war eben doch noch etwas angeschlagen. Aber es war für mich trotzdem besser, als die Nacht im Bett zu liegen und DVDs zu sehen.
Kurz zum Silvesterabend: Es wurden “ECJA-Awards” verliehen, also besondere Auszeichnungen wie die unordentlichste Hütte, eine Andacht zum Jahresende/-anfang, und ein Lobpreis-Wunschkonzert zum Beginn des neuen Jahres. Um 24 Uhr haben wir gemeinsam Helium-Luftballons mit Wunderkerzen in die Luft steigen lassen (für mich auch mal was anderes, dort scheinbar Tradition). Wie haben auch für einen Teilnehmer in Gebetsgruppen gebittet, da in der Nacht wegen Schmerzen abgeholt werden müsste. Trotzdem hatten wir jede Menge Spaß.

Auf der Fahrt nach Hause kurz nach 4 Uhr hat es so stark geregnet, dass möglichst keiner etwas davon meinen Eltern und Verwandten erzählen sollte. Sonst machen die sich im Nachhinein große Sorgen. Auf dem Golf steht ja hinten “New Orleans” drauf. D.h. mit Hochwasser scheint das Modell Erfahrung zu haben…

Ich wünsche Euch allen ein gesegnetes Jahr 2007 !
(Unter Christen heißt das soviel wie “Ein frohes Neues”, jedoch bedeutet Segen weit mehr als “Fröhlichkeit”.)


1 Kommentar

Eigene Schwächen

Samstag, den 19. August 2006

Mir ist eben gerade aufgefallen, dass viele Christen besser mit ihren eigenen Schwächen und Problemen umgehen können - und das auch mit Humor.

Während andere versuchen, den guten oder gar perfekten Menschen darzustellen und andere mit Beleidigungen oder sonstigen Angriffen “degradieren” wollen, kann man sich als Kind Gottes gewiss sein, dass dies nicht der richtige Weg ist.

Einerseits sorgt die Sünde, dass wir nicht “vollkommen” sind, andererseits hat Gott uns auch so gemacht, dass wir Ergänzung und Gemeinschaft brauchen und zwar sowohl mit anderen Menschen als auch mit Gott.

Obwohl man sich in manchen Sachen ändern kann und auch von Gott ändern lassen kann, werden wir keine komplett andere Menschen.

Jesus ist nicht gestorben, damit wir keinen Makel mehr haben, sondern damit wir mit unseren Makel (aber ohne Sünde) zu Gott kommen können.
Das ist weitaus großartiger, als wenn Gott jeden von uns zu einem Mr. (oder Mrs.) Universum gemächt hätte.

[Für solche Gedanken ist es schon ziemlich spät, hoffentlich verstehe ich nach der Nacht noch, was ich ausdrücken wollte…]


0 Kommentare