Semester SS 07

Für alle Nichtstudenten: „SS“ steht in diesem Fall für „Sommersemester“.
Die Vorlesungszeit des SS 07 hat am letzten Montag begonnen. Dies könnte mein letztes Semester als (Bachelor-)Student sein, wenn ich alle Vorlesungen bestehe und die Bachelor-Arbeit geschrieben habe. Danach könnte ein Master-Studium folgen. Sicher ist, dass das Studium in Hessen laut Gesetz ab nächstem Herbst viel teurer wird und das Master-Studium sehr forschungsorientiert ist mit wenig Nutzen für die Praxis – außer natürlich dem Abschluss.

Während man sonst oft einige Wahlmöglichkeiten hatte, „musste“ ich diesmal drei Vorlesungen wählen:

  • Theoretische Informatik – Model Checking
  • Mathematik/Anwendungsfach – Numerik 1
  • Multimediakommunikation – MMK

Die Vorlesungen klingen entweder schon für alle Nichttheoretiker langweilig, oder sind nicht wirklich so spannend (MMK). Ich gehe davon aus, dass ich bis zum Sommer sehr viel lernen und wiederholen muss.

Außerdem kann man in diesem Semester besondere Vorträge aus dem Gebiet Informatik im Rahmen von Studium Generale hören. Die Vorträge finden i.d.R. mittwochs um 20:15h statt. Also genau zu meiner Hauskreis-/Gemeindezeit. Ich werde mir Morgen wahrscheinlich den ersten Vortrag anhören und dann entscheiden, ob ich nochmal hingehen werde.

Letzter Test 2006

Ich habe eben gerade meinen letzten Test an der Uni für dieses Jahr geschrieben. Jetzt muss ich nur noch eine Übungsaufgabe abgeben und kann mich dann für ein paar Tage auf das besinnliche Weihnachtsfest konzentrieren, ehe ich mich für die nächsten Aufgaben vorbereiten muss.

Wir hatten heute wieder 2 Programmieraufgaben (C++). Ich hatte schon den ganzen Morgen ein gutes Gefühl. Auch jetzt immer noch, nach diesem Test. Ich sollte die Aufgaben gut genug gelöst haben, habe aber sicherlich wieder ein paar Fehlerchen, z.B. Syntax verwechselt, die Programmiersprache Java ist ja so ähnlich, unachtsames Lesen (hatte damit im letzten Test etwas Probleme) und Flüchtigkeitsfehler.

Was unterm Strich dabei herausgekommen ist erfahre ich womöglich schon am Donnerstag. Der Test ergibt zusammen mit anderen Tests und einer Klausur im Februar die Endnote.

Try & Error

Eigentlich ist die Vorlesung Modellierte Softwareentwicklung ja ganz interessant. Es geht darum ein Modell von einem Programm zu erzeugen mit Eigenschaften Beziehungen usw. Aus diesem Modell kann dann automatisch Code erzeugt werden. So kann man Fehler vermeien, Zeit und entwickelt eine qualitativ gute Software.

Theoretisch.

In den Übungen sieht die Praxis dann doch anders aus. Kommunikation zwischen den verschiedenen Gruppen bedeutet, sich auszutauschen, welche Fehler und Probleme die anderen haben. Kommunikation innerhalb der Gruppe (2-3 Leute) heißt verzweifeln, weiteres Probieren. Das ganze schafft man kaum ohne Ironie und Humor. Zumindest gibt’s so manchmal was zu schmunzeln.

Ich bin mal gespannt, wie die Ergebnisse am Donnerstag aussehen werden. Vielleicht hatte ja jemand „Glück“ und hat die richtige Einstellung gefunden?

Bachelor

Bach El Loar

Klingt richtig kunstvoll.

Ich habe mich heute umgeschrieben und studiere ab jetzt offiziell Informatik im Bachelor/Master Studiengang und nicht mehr auf Diplom. Gleich muss ich nochmal zur Professorin und mir meine Vorlesungen anerkennen lassen, bzw. die restlichen Scheine abgeben.

Da ich höchstwahrscheinlich nach dem Bachelor-Abschluss mit Master weiter machen werde, hat sich für mich nicht wirklich viel geändert. Außer dass ich nächstes Semester Softwaretechnik (laangweilig) und C++(braucht man später im Beruf) hören werde. Und mein diesmal mühsam zusammengestellter Stundenplan ist dahin. Dafür gibt es einen Vorschlag für das gesamte Bachelor/Master-Studium, so dass ich weiß, wo ich nächste Woche hin muss.

Nachtrag:
Hat heute alles sehr gut geklappt, alle meine Fragen konnten beantwortet werden. Nach meinem nächsten Studienabschluss bin ich Junggeselle („Bachelor“). Die Frage ist nur: Was bin ich jetzt?

Schule vs. Studium

Bei einigen Leuten in anderen Unis hat ja bereits die Vorlesungszeit wieder angefangen. Bei mir geht’s übernächsten Montag weiter. Letztes Wochenende habe ich ein Buch über ein Vorlesungsthema fertig gelesen, gestern mit dem nächsten Buch (Netzwerke) angefangen. Ein bisschen kann ich aufholen, was ich mir für den Sommer vorgenommen hatte.

Ich habe ja mit unterschiedlichen Personen zu tun (was ja ganz normal ist):
Schülern, Schülern kurz vor ihrem Abschluss, FSJler, Azubis, Studis, Leute die mit’m Studieren demnächst anfangen und sogar Leute aus der arbeitenden Fraktion (!).

Ab und zu denke ich über die Vor- und Nachteile des Studierens gegenüber den Alternativen nach. Auch weil ich manchmal überlege, ob ich wirklich die richtige Wahl getroffen habe. Hier mal eine kleine Zusammmenfassung. Das sind meine Erfahrungen, kann aber auch je nach Institut (Schule, Uni, …) anders sein.

Nach der schule
– gibt es Veränderungen
– bleiben manche Sachen auch gleich ( 😉 )
– muss man wohl so oder so weiter lernen, (Studium und Ausbildung, sogar im FSJ)

Schule
– Relativ fester Stundenplan
– Viele Lehrer sind nicht sehr motiviert (ich war’s als Schüler später auch nicht mehr)
– Man hat viele Fächer, mit denen man nichts anfangen kann, die einem nicht interessieren
– Es kommt auf die Noten an und nicht darauf, dass man etwas lernt oder gelernt hat
– Mitschüler sind nur auf Leistung, viele Leute werden schlecht behandelt (Gymnasium, hing bei uns aber vom Jahrgang ab)
– Korrektur von Klausuren dauert bis zu 8 Wochen

Ausbildung / Beruf
– Geld, Einkünfte
– viel weniger freie Zeit-Einteilung (ist später ganz gut)
– Ausbildung ist 2-4 Jahre kürzer

Studium
– Professoren sind freundlich und haben meistens Zeit (hängt auch etwas vom Fachbereich ab)
– Wichtig ist, dass man lernt, weniger die Noten. (Erst ganz am Ende spielen die Noten eine Rolle in der Abschlussprüfung bei mir)
– Man kann sich die Zeit und das Lernen selber einteilen, so kann man insgesamt auch mehr Zeit haben für andere Projekte, wie die christliche Gemeinde.
– Im Hauptstudium kann man sich seinen Stundenplan fast frei und selbst zusammenstellen
– Man kann das Studienfach selber wählen und so einen Schwerpunkt setzen. Fächer, die einem nicht interessieren muss man im Grunde nicht durchnehmen.
– Schlechte Finanzen: Bafoeg wird jedes Jahr weniger. Ein Nebenjob würde jetzt meine Studienzeit erhöhen und so hohe Studiengebühren erzeugen.

Fazit
Falls man nicht mit wenig Geld auskommen kann – sofern man keine reichen Eltern oder sonstige Unter-die-Arme-greifer hat – , schlecht in eigener Verantwortung (ohne ständiges Abfragen) lernen kann, und dies auch nicht mindestens zwei Jahre länger als bei einer Ausbildung machen möchte, dann würde ich von einem Studium abraten. Außerdem kann es sein, dass einem sowieso Berufe, für die man studieren muss nicht gefallen oder zusagen.
Ich selber studiere gern, es ist viel besser als in der Schule. Man kann sich in vielen Bereichen bilden oder hineinschnuppern. Außerdem lernt man eine Denk- und Herangehensweise, die mir im späteren Berufsleben sicherlich entgegenkommen wird. Zumal in Informatik sich die Techniken, Technologien usw. sehr schnell entwickeln.